Chateau Beauregard
EINDRÜCKE
GESCHICHTE
Die Geschichtsschreibung erwähnt Beauregard erstmals 1495, als das Anwesen im Besitz des persönlichen Kammerherrn Karls VIII., Jean Doulcet, war und durch Louis d’Orléans – den späteren französischen König Ludwig XII. – in den Rang einer Seigneurie erhoben wurde. Anfang des 16. Jahrhunderts erwarb Franz I. das Land, um dort Jagden zu veranstalten, verschenkte es 1524 aber an seinen Onkel René von Savoyen.
Von dessen Witwe erwarb es 1545 Jean du Thier, Staatssekretär König Heinrichs II., für 2000 Goldécus. Er ließ in der Zeit von 1545 bis 1553 auf dem Land vermutlich nach Plänen Philibert de l’Ormes ein Schloss im Stil der späten französischen Renaissance erbauen, das aber deutliche Merkmale des klassizistischen Barockstils aufweist. Jacques I. Androuet du Cerceau nahm Schloss Beauregard in den zweiten Band seines Werks Les plus excellents bastiments de France auf, sodass heute noch bekannt ist, wie es in den 1570er Jahren ausgesehen hat. Schloss Beauregard auf einem Stich Jacques Androuet du Cerceaus, 1579 Demnach war das Bauwerk als Landgut angelegt.
Sein Hauptgebäude umschloss zusammen mit einigen Mauern einen rechteckigen Hof, an den weitere, unterschiedlich große Höfe grenzten; darunter ein geräumiger Wirtschaftshof mit einem Taubenschlag. An der Süd- und Westseite des Schlosses befanden sich Zier-, Obst- und Weingärten. Daneben gehörte eine Kapelle zur Anlage, die mit Fresken von Nicolò dell’Abbate nach Zeichnungen Francesco Primaticcios ausgestattet war. Sie befand sich im ersten Geschoss des Eingangspavillons, der im 19. Jahrhundert abgerissen wurde, so dass von der Kapelle heute nur noch ein Fresko-Fragment im Musée lapidaire im Schloss Blois erhalten ist.
Nachdem der Finanzsekretär Ludwigs XII., Florimont II. de Robertet, die Anlage 1577 erworben hatte, verkaufte er sie 1617 an Paul Ardier. Dieser widmete sich vor allem dem Ausbau des Schlossinneren, ließ aber zuvor (1622) den Mitteltrakt des Hauptgebäudes auf die doppelte Tiefe verbreitern, sodass das Gebäude seine heutige, glatt abschließende Ostfassade zur Parkseite erhielt. Unter seinem Sohn wurde die Domäne 1654 von Ludwig XIV. zur Vicomté erhoben.
Durch Erbgang und Heirat wechselte das Schloss die folgenden Jahre mehrfach den Besitzer, ehe es 1816 an Claude Antoine Hippolyte de Preval, Generalmajor unter Ludwig XIII., kam. Preval ließ große Rübenbeete anlegen und betrieb in den Wirtschaftsgebäuden des Schlosses eine Zuckerfabrik. Weil er damit aber keinen wirtschaftlichen Erfolg verbuchen konnte, war er gezwungen, das Anwesen an Adelaïde Joséphine de Bourlon de Chanvage, Comtesse de Sainte-Aldegonde, zu verkaufen. Die Gräfin richtete 1839 im Schloss die pompöse Hochzeit ihrer Tochter Marie Valentine Joséphine mit Alexandre Edmond de Talleyrand-Périgord, Sohn Edmonds de Talleyrand-Périgord, aus. 1850 erwarb Jules de Cholet das Schloss.
Seine Erben verkauften es 1912 an den Landschaftsarchitekten Louis Tillier, der nicht nur erste Restaurierungsarbeiten am Gebäude durchführen ließ, sondern auch den Park grundlegend umgestaltete und ihm somit sein heutiges Aussehen gab. 1925 kam das Anwesen in den Besitz der Familie de Gosselin. Deren Nachkommen, die Grafen du Cheyron du Pavillon, sind heute noch Eigentümer der Anlage und lassen diese samt Innenausstattung seit 1968 schrittweise restaurieren.
(Quelle: Wikipedia)
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