Château de Bussy-Rabutin
EINDRÜCKE
Von außen gehört das Château de Bussy-Rabutin vielleicht nicht zu den schönsten Schlössern Frankreichs. Teilweise wirkt die Anlage etwas in die Jahre gekommen und auch einen richtigen Garten gibt es nicht. Vor dem Schloss zur Talseite hin ist es eher eine „geometrische“ Anlage als ein Garten – zwar mit schöner Aussicht, aber mehr auch nicht. Trotzdem hat das Schloss etwas Besonderes.
Was sich in Wikipedia eher nüchtern liest: „Das Innere des Schlosses ist mit zahlreichen Porträts berühmter historischer Persönlichkeiten geschmückt, Höhepunkt ist das Kabinett in der Tour dorée (Goldener Turm) aus dem 17. Jahrhundert.“
… ist tatsächlich spannend und interessant.
Roger de Bussy-Rabutin ist wegen Spottgedichten vom Versailler Hof hierhin verbannt worden. Er hat Hunderte Porträts in Auftrag gegeben. Unter anderem befinden sich im Saal der Feldherren 65 Militär-„Promis“ aus seiner Zeit. Wenn man sich mit dem 30-jährigen Krieg beschäftigt hat – hier sind sie alle.
Ein spannender Besuch für Menschen, die sich für Geschichte interessieren.
Besonders positiv aufgefallen ist, dass es nicht nur – wie in fast jedem Schloss in Frankreich – kostenlose Begleitprospekte in der jeweiligen Sprache gibt, sondern zusätzlich auch Blindenschrift überall zu finden ist. Sogar ein Porträt von Roger de Bussy-Rabutin kann man „ertasten“.
GESCHICHTE
Schloss Bussy-Rabutin ist eine Renaissanceanlage beim Dorf Bussy-le-Grand im französischen Département Côte-d’Or. Das Schloss besteht aus dem Hauptgebäude, einem Gesindehaus, einem Taubenhaus und einer Kapelle aus dem 17. Jahrhundert. Der von einem großen Park umgebene Bau steht seit 1862 als Monument historique unter Denkmalschutz. Sein bekanntester Besitzer war Roger de Bussy-Rabutin aus der gleichnamigen Adelsfamilie.
Baugeschichte und Beschreibung Schloss Bussy-Rabutin entstand zunächst als befestigte Anlage, wurde jedoch im zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert zunehmend wohnlicher ausgebaut und gilt daher als Renaissanceschloss. 1602 kam es in den Besitz der Familie Rabutin, die es 1733 wieder verkaufte. Die Türme stammen von einer burgähnlichen Anlage aus dem 15.
Jahrhundert. Die im 17. Jahrhundert erneuerten Wassergräben waren ursprünglich mit Zugbrücken zu überqueren. Nach 1520 entstanden die seitlichen Gebäudeflügel neu, die Kegeldächer wurden im 17. Jahrhundert ergänzt.
Im Erdgeschoss der Flügelbauten bilden Arkaden eine offene Galerie mit Korbbögen. Zwischen den hinteren Türmen befindet sich das 1649 vollendete Hauptgebäude. Das Innere des Schlosses ist mit zahlreichen Porträts berühmter historischer Persönlichkeiten geschmückt, Höhepunkt ist das Kabinett in der Tour dorée (goldener Turm) aus dem 17. Jahrhundert. In der Salle des Devises sind die Wände mit Porträts und Schlossansichten dekoriert.
Viele der Abbildungen tragen lateinische Aphorismen, in denen Roger de Bussy-Rabutin ironisch auf seine eigene Situation Bezug nimmt. Blick über das Gartenparterre zum Ort Des Weiteren umfasst das Schloss eine weitläufige Gartenanlage. Auf der anderen Seite des Tales sieht man das Dorf Bussy-le-Grand. Die Anlage wurde vom französischen Gartenarchitekten André Le Nôtre in Anlehnung an den Garten von Schloss Versailles gestaltet. Ein Laubwald und ein terrassenförmig gestalteter Park umgeben das Schloss.
Die Außenanlagen umfassen insgesamt 34 Hektar und sind seit Beginn des 19. Jahrhunderts von einer Mauer umgeben.
(Quelle: Wikipedia)
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