Eindrücke

In der „Nähe“ des Château de Valençay gelegen. Parken kann man kostenlos direkt am Schloss. Der Eintritt kostet 7,00 € – im Vergleich zu den anderen Schlössern ein echter Top-Preis.

Das Schloss liegt eindrucksvoll an einer Felskante und besitzt nur einen sehr kleinen Garten. Dafür ist es vollständig eingerichtet, und genau das macht seinen besonderen Reiz aus. Die Räume wirken nicht wie eine museale Kulisse, sondern tatsächlich bewohnt. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie das Leben in diesem Schloss einmal ausgesehen hat.

Gleich nach dem Betreten kommt man an einer Gewehrsammlung vorbei und ahnt bereits, dass der ehemalige Besitzer wohl ein Jäger war. Im nächsten Raum folgt dann die Bestätigung: Die Wände sind voller Jagdtrophäen – vom Fisch bis zum Wildschwein.

Über eine schmale Metallwendeltreppe gelangt man ins obere Geschoss. Dort folgen weitere vollständig eingerichtete Zimmer. Die Wände sind mit Holzvertäfelungen und Wandteppiche verkleidet. Bestimmen das B.

Uns hat das Château de Montrésor sehr gut gefallen. Auch wenn das Schloss nicht großartig beworben wird, so ist es auf jeden Fall eine Reise wert, gut zu verbinden mit Chateau Loches oder/und Chateau Valencay.

Historische Beschreibung

Montrésor ist eine der Festungen, deren Gründung Fulk Nerra zugeschrieben wird. Er soll seinen Hauptmann Roger, genannt der „Kleine Teufel“, beauftragt haben, auf dem Felsvorsprung über dem Indrois-Tal eine Festung zu errichten, um den Zugang zu den Hochebenen zu versperren. Ab 1203 wurde die Burg abgerissen und 1393 für Jean IV. de Bueil vom Bauunternehmer Jean Binet wiederaufgebaut (Umfassungsmauer, Torhaus, heutige Nebengebäude). Ymbert de Bastarnay, Berater Ludwigs XI., erwarb sie 1493. Er ließ die Stiftskirche errichten und die Festung durch den Bau einer neuen Residenz umgestalten. Das Gebäude bestand damals aus einem riesigen Hauptbau, der sich den Hang entlang zog. Nur der Mittelteil ist erhalten geblieben; die beiden Seitenflügel wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgerissen. 1849 erwarb schließlich Graf Xavier Branicki polnischer Herkunft die Burg. Seine Nachkommen leben noch heute dort. X. Branicki restaurierte die Umfassungsmauer, gestaltete die Nebengebäude um und veränderte die Außenfassade des Schlosses im neugotischen Stil. Er stattete es mit Sammlungen und Erinnerungsstücken zur polnischen Geschichte aus. Seine Nachfolger bewahrten die Dekoration im Troubadourstil des 19. Jahrhunderts in einem angelegten Park.
Quelle: https://pop.culture.gouv.fr/