Château de Lavardin
Historische Bedeutung
Das Schloss spielte über Jahrhunderte eine wichtige politische oder kulturelle Rolle.
Das Schloss spielte über Jahrhunderte eine wichtige politische oder kulturelle Rolle.
EINDRÜCKE
GESCHICHTE
Die Burg wurde bereits im 10. Jahrhundert gegründet und bestand zunächst wahrscheinlich aus Holz und Lehm, ehe sie 1070 durch einen Bau aus Stein ersetzt wurde. Die Bauarbeiten zur Errichtung, darunter diejenigen zum Bau der heutigen, unteren Partie des Donjons, dauerten fünf Jahrzehnte lang. In den folgenden vier Jahrhunderten wurde die Anlage immer wieder durch ihre jeweiligen Besitzer dem militärischen Stand der Dinge angepasst. Bogen- und Mauerreste Gegen Ende des 12.
Jahrhunderts ergänzten die Grafen von Vendôme den Donjon durch Rundtürme an dessen Ecken. Sie verstärkten außerdem die Schutzwälle und errichteten eine erste Ringmauer. Die Burg übernahm aufgrund ihrer Lage zwischen den Hoheitsgebieten des französischen Reiches der Kapetinger und den Besitzungen der Grafen von Anjou eine wichtige Rolle als Hauptstützpunkt der Herren von Vendôme. Während dieser Zeit besaß die Burg ob ihrer Wehrelemente den Ruf der Uneinnehmbarkeit, jedoch hielt dies Heinrich II. Plantagenet und seinen Sohn Richard Löwenherz nicht davon ab, sie 1188 nach der Einnahme von Troo und Montoire zu belagern, aber vergeblich.
Im 13. Jahrhundert schon erstmals vergrößert, wurde der Donjon Ende des 14. Jahrhunderts erneuert und erhöht sowie seine Innenausstattung modernisiert. Außerdem erhielt die damalige Mantelmauer – die heutige innere Ringmauer – einen befestigten Torbau. Unterhalb des Donjons standen zu jener Zeit auf zwei natürlichen, durch eine Ringmauer geschützten Plattformen ein Wohntrakt und darunter verschiedene Nebengebäude.
Weitere Verstärkungen erfolgten im 15. Jahrhundert, als an die mittlere Ringmauer von innen ein Gebäude angebaut und die Mantelmauer des Donjons noch einmal verbreitert wurde. Während der Hugenottenkriege teilte die Burg Lavardin nicht das Schicksal so vieler anderer französischer Burgen. Obwohl mehrfach erobert, besetzt und zurückerobert, blieb die Burg vor Zerstörungen bewahrt. 1589 von der Katholischen Liga eingenommen, wurde sie dann von der protestantischen Seite erobert und besetzt, aber ein Jahr später von den Truppen des Fürsten von Conti für die Katholiken wieder zurückerobert, nur um im darauffolgenden Jahr durch Truppen des französischen Königs Heinrich IV.
wieder eingenommen zu werden. Per königlichem Befehl ließ Heinrich die Burg schleifen, um sie militärisch ein für alle Mal unbrauchbar zu machen. In diesem entwehrten Zustand ist die Anlage noch heute.
(Quelle: Wikipedia)